„Am Ende feiert immer Blau-Weiss“ …

… titelt der Wiesbadener Kurier heute. Manfred  Schelbert schreibt über das Stadtderby der Jungsenioren gegen den WTHC und den TCBW Sieg mit 5:4 folgenden Artikel:  Frank Prätorius riss die Faust in die Höhe. Sein „Come on“ schallte durch den gesamten Wiesbadener Kurpark. Ungelogen! Marco Laspe schleuderte derweil seinen Tennisschläger in den Zaun, ließ seinem Frust freien Lauf. Derbytime in Wiesbaden, Derbytime im Kurpark. Ein Lokalderby der ganz besonderen Art, in dem die Herren 30 des TC Blau-Weiß Wiesbaden und des Wiesbadener THC in der Hessenliga aufeinandertrafen. Sozusagen die Creme de lá Creme der Wiesbadener Tennis-Jungsenioren.

Und es sollte ein denkwürdiges Lokalderby werden. In dem Blau-Weiß-Mannschaftsführer Alexander Scheidt den Satz des Tages produzierte: „Es ist Derbyzeit und am Ende feiert immer Blau-Weiß.“ In der Tat hatten die Männer aus dem Kurpark am Ende mit 5:4 gegen ihre Altersgenossen aus dem Nerotal die Nase vorne.

Vierstündiger Thriller

Ein denkwürdiges Match lieferte zweifellos auch Frank Prätorius ab, der gemeinsam mit Alexander Pählich aus Wehen kommend in den Kurpark gewechselt war und Marco Laspe nach einem vierstündigen Thriller mit 5:7, 7:5, 7:5 bezwang. „Ein Einstand nach Maß“, jubelte Mannschaftskollege Alexander Scheidt. „Ein unglaubliches Match.“

Keine Frage, beide Wiesbadener Mannschaften gehören in dieser Saison wieder zu den Favoriten in der Hessenliga. Während man beim WTHC ganz offen die Meisterschaft im Clubheft als Saisonziel vorgibt und auch Mannschaftsführer Daniel Klein nicht um den heißen Brei herumredet („Auf jeden Fall ist der Aufstieg unser Ziel“), geht man im Blau-Weiß-Lager etwas defensiver an diese Aufgabe heran. Obwohl man als Titelverteidiger ja durchaus selbstbewusst auftreten könnte. „Für mich ist TEC Darmstadt der Favorit“, gibt sich Alexander Scheidt bescheiden.

Wie ernst im WTHC-Lager der Angriff auf den Titelgewinn genommen wird, wird auch an der Tatsache deutlich, dass man sich noch am vergangenen Wochenende zu einem gemeinsamen Trainingslager im Nerotal traf. „Das war auch gut für unseren Teamgeist“, erläutert Daniel Klein. Außerdem konnten die Nerotaler mit Christoph Ambrozy einen neuen Spitzenspieler aus der Westfalen-Liga an Land ziehen, der an jedem Wochenende extra aus Köln zu den Medenspielen anreist und das Spitzeneinzel gegen Christopher Scheidt souverän mit 6:3, 6:3 für sich entschied.

Neue Gesichter gibt es auch bei den Blau-Weißen. Neben den Wehenern Prätorius und Pählich verstärkt der Slowake Richard Nebyla das Team von der Blumenwiese. „Ein echter Kracher“, findet Blau-Weiß-Sportwart Norbert Gatzka. Wie stark der Neuzugang ist, bewies er bei seinem 6:0, 6:1-Erfolg gegen Daniel Klockenhoff.

Gatzka hatte im Übrigen schon im Vorfeld der Begegnung eine gewisse Vorahnung. „Die Doppel werden das Derby entscheiden“, prophezeite er. Wie recht er hatte. Und wieder war es Prätorius, der gemeinsam mit Pählich mit 7:5, 6:4 gegen Pitz/Gaberle gewann. Und anschließend sicherlich wieder ein markerschütterndes „Come on“ durch den Kurpark jagte.

Blau-Weiß Wiesbaden – Wiesbadener THC 5:4 (3:3).– C.Scheidt – Ambrozy 3:6, 3:6; Schaller – Korte 6:4, 5:7, 3:6; Nebyla – Klockenhoff 6:0, 6:1; Prätorius – Laspe 5:7, 7:5, 7:5; A. Scheidt – Klein 6:2, 6:3; Röhrig – Pitz 3:6, 3:6; C. Scheidt/Nebyla – Ambrozy/Laspe 3:6, 6:2, 10:8; A. Scheidt/Schaller – Klein/Korte 6:3, 4:6, 1:10; Pählich/Prätorius – Pitz/Gaberle 7:5, 6:4.
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