„Künftig Weltklasse an Blumenwiese“ – wir gratulieren!!

SPIEL DES TAGES Herren 40 von Blau-Weiß marschieren ungeschlagen von der Hessen- in die Regionalliga, so schreibt der Wiesbadener Kurier

Der Jubel fiel verhältnismäßig verhalten aus. Keine Gesänge, kein Geschrei – nur zwei in die Höhe gereckte Siegerfäuste, mit denen Mark Reischmann seinen Teamkollegen von Blau-Weiß Wiesbaden signalisierte: Wir haben es geschafft. Den zweiten Einzelsieg im abschließenden Duell gegen den THC Hanau, den entscheidenden letzten Zähler, um die Meisterschaft in der Herren-40-Südwestliga perfekt zu machen. Ganze 57 Minuten hatte der bis dato ungeschlagene Aufsteiger benötigt, um den direkten Durchmarsch aus der Hessen- in die Regionalliga zu sichern. Der 16:5 (10:2)-Erfolg – der sechste Sieg im sechsten Spiel – er war letztlich unbedeutend. Die vier Punkte aus den beiden bereits zu Beginn gewonnenen Einzeln waren alles, was zählte. Alles, was die Mannschaft um Kapitän Olaf Müller benötigte, um zu jubeln. Über den Meistertitel. Und die im kommenden Jahr anstehende Aufgabe in der höchsten deutschen Herren-40-Spielklasse.

Aufstieg überrascht alle

„Der Aufstieg kommt vollkommen überraschend, ist aber natürlich eine supergeile Sache für uns und den Verein, weil wir jetzt gegen Mannschaften mit einigen großen Namen spielen, die bestimmt ein etwas größeres Publikum zu unseren Spielen locken werden“, freute sich Mark Reischmann ob der anstehenden Aufgaben gegen Größen wie den Holländer Paul Haarhuis – einst bei allen Grand-Slam-Turnieren im Doppel erfolgreich – den russischen Olympia-Dritten von 1992 Andrei Cherkasov oder Deutschlands früheren Davis-Cup-Spieler Bernd Karbacher.

Gegner, die sich das Team von der Blumenwiese redlich verdient hat. Mit konstanten Glanzleistungen in der neuen Liga, in der „es eigentlich nur um den Klassenerhalt ging“, gesteht Blau-Weiß-Spitzenspieler Ralph Schmücking: „Es lief allerdings von Anfang an gut für uns, und als wir die ersten Partien gewonnen hatten, konnten wir befreit aufspielen. Zusätzlich haben wir von der Ausgeglichenheit der Liga profitiert, weil sich unsere Konkurrenten gegenseitig die Punkte abgenommen haben.“

Nur der Aufsteiger blieb bis zuletzt ohne Punktverlust. Auch dank der imponierenden Doppelstärke, mit denen Christian Klöver, Norbert Gatzka und Co. ihre Gegner in die Knie zwangen. „Unser Vorteil ist, dass wir alle schon ewig zusammenspielen, deshalb in eigentlich jeder Konstellation eingespielt sind“, erklärt Mannschaftsführer Olaf Müller, dessen Team insbesondere in den Schlüsselspielen gegen den TV Buchschlag (12:9) und Safo Frankfurt (17:4), als Blau-Weiß ganze vier Partien im Champions-Tiebreak des dritten Satzes für sich entschied, Nerven wie aus Drahtseilen bewies. Gegen den dritten Verfolger Hanau reichten dann 57 Minuten bis zum Erfolg. Bis zum stillen Jubel, bis zu Siegerfäusten im Hanauer Himmel. 57 Minuten, die den Einzug in die Regionalliga bedeuteten – frühere Weltklassespieler inklusive.

THC Hanau – TC Blau-Weiß 5:16 (2:10).- Teichmann – Schmücking 7:6, 6:0; Frese – Reischmann 0:6, 0:6; Kraft – Klöver 5:7, Aufgabe Kraft; Grosse – Gatzka 0:1, Aufgabe Grosse; Bonacker – Müller 2:6, 3:6; Koukol – Kirchhoff 2:6, 5:7; Teichmann/Frese – Schmücking/Reischmann 0:1, Aufgabe Hanau; Bonacker/Koukol – Klöver/Gatzka 1:0, Aufgabe Blau-Weiß; Hanau – Müller/Kirchhoff kampflos für Blau-Weiß.

Von Sebastian Poser

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