HESSENLIGA: Spannung pur und Sieg am Sonntag

Manfred Schelbert  berichtet im heutigen Wiesbadener Kurier wie folgt über das erste Hessenliga Wochenende: Rums, dieser Vorhand-Return sitzt. Eiskalt kontert Mohamed Safwat den Aufschlag seines Kontrahenten Gibril Diarra. Es ist der Auftakt zu einem spektakulären Spitzeneinzel beim mit Spannung erwarteten Derby der Tennis-Hessenliga zwischen dem TC Blau-Weiß und dem TC Diedenbergen, bei dem am Ende die Männer aus dem Kurpark mit 6:3 (4:2) die Nase vorne haben. Im Einzel setzt sich schließlich der ägyptische Daviscupspieler in Diensten der Wiesbadener hauchdünn mit 7:5, 5:7, 6:4 gegen Diedenbergens Österreicher durch.

Ein Derbysieg, der in den Reihen der Blau-Weißen für große Erleichterung sorgt. Schließlich standen die Männer von der Blumenwiese nach der 4:5-Niederlage am Vortag beim FTC Palmengarten stark unter Druck. Eine weitere Niederlage und im Kurpark wäre das große Zittern ausgebrochen. Zumal das 4:5 in Frankfurt sichtbar seine Spuren hinterlassen hat. „Das war nicht gut für unser Selbstbewusstsein“, gesteht Mannschaftsführer Christopher Scheidt ein. Das Brisante an dieser Niederlage: Die Blau-Weißen führten nach den Einzeln schon mit 4:2, verloren dann aber alle Doppel. „Das war schon brutal“, hadert Blau-Weiß-Sportwart Marc Reischmann mit dem Tennisgott.

Und im Derby gegen Diedenbergen geht die blau-weiße Pechsträhne weiter. Bruno Billerbeck Heyn knickt in seinem Einzel gegen Enrico Alonso de Pedro um, muss trotz 7:5-Satzführung aufgeben. Dazu reiste der Italiener Fabio Biasion wegen eines Muskelfaserrisses ebenso erst gar nicht an wie Dean Jackson, der beruflich in den USA weilt. „Bei all diesen Personalproblemen kann unser Saisonziel deshalb nur der Klassenerhalt sein“, relativiert deshalb Marc Reischmann.

Diedenbergens Mannschaftsführer Philip Gerhard hat derweil für sein Team nur ein ganz bescheidenes Ziel: „Wir wollen einfach nur einen guten Start hinlegen und die Arrivierten etwas ändern“. Das ist dem ambitionierten Aufsteiger trotz der Niederlage gelungen. Mohamed Safwat genießt derweil nach seinem Sieg gegen Diarra den Beifall der Blau-Weiß-Anhänger. „Er hat mir alles abverlangt“, lobt der 24-Jährige seinen Kontrahenten. In der Tat erlebten die Zuschauer ein hochklassiges Spitzeneinzel. Vor allem mit den harten Aufschlägen und den raffinierten Lobs Diarras hatte der Ägypter seine liebe Müh und Not. Dagegen war das 6:3, 6:1 gegen den Letten Andis Juska am Vortag in Frankfurt ein Kinderspiel. Klar, dass Mohamed Safwat auch am nächsten Wochenende bei den Begegnungen beim TEVC Kronberg (Sa., 10) und gegen den TC 31 Kassel (So., 10) der blauweiße Hoffnungsträger ist.

FTC Palmengarten – TC Blau-Weiß 5:4 (2:4). – Juska – Safwat 3:6, 1:6. Abel – Descloix 6:7, 3:6. Fafl – Billerbeck Heyn 6:0, 6:4. Christ – Zsiga 2:6, 3:6. Köke – Iwere 6:4, 6:1. Greiner – C Scheidt 6:7, 1:6. Juska/Abel – Safwat/Descloix 7:5, 4:6, 10:6. Fafl/Christ – Billerbeck Heyn – Zsiga 6:3, 3:6, 10:4. Köke/Zielen – Iwere/C. Scheidt 6:1, 7:5.

Tennis - HL - BW Wiesbaden vs. TC Diedenbergen

 

TC Blau-Weiß – TC Diedenbergen 6:3 (4:2). – Safwat – Diarra 7:5, 5:7, 6:4. Descloix – Marquard 6:4, 7:5. Billerbeck Heyn – Alonso de Pedro 7:5, Aufgabe Billerbeck Heyn. Zsiga – Szatmary 6:0, 6:4. Iwere – Poth 5:7, 1:6. C. Scheidt – Gerhard 2:6, 6:2, 6:0. Safwat/Zsiga – Diarra/Alonso de Pedro 6:3, 6:0. Descloix/C. Scheidt – Marquard/Szatmari 6:3, 6:2. Das dritte Doppel ging kampflos an die Gäste..

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